19.02.10

Europäische Nationen gründen eigenen Verband

 

Geburtsstunde für den „European Equestrian Federation” schlug in Warendorf - Erste Ideen gab es aber schon im November in Stuttgart

Im Rahmen des German-Master-Turniers in Stuttgart hatte FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau erstmals laut über die Gründung eines eigenen Europaverbandes nachgedacht - in Wut über die "Progressive List" der FEI. Dass es aber so schnell gehen würde, dachte niemand. Die FN-Pressestelle meldet heute:  


Warendorf (fn-press). Der internationale Pferdesport hat ab sofort
einen Europaverband: „European Equestrian Federation (EEF)“ Der neue
Verband wurde heute bei einem Treffen bei der Deutschen Reiterlichen
Vereinigung (FN) in Warendorf von 27 europäischen Nationen formell
gegründet.

Die Idee für die EEF entstand bei einem Treffen der europäischen
nationalen Föderationen im französischen Deauville im März vergangenen
Jahres. Bei einer Zusammenkunft der Verbände im Herbst 2009 im
belgischen Antwerpen wurde zunächst das „European Equestrian Forum“
gegründet. Jetzt ist das Forum einen Schritt weitergegangen und
untermauerte die Gründung des nun als „European Equestrian Federation“
bezeichneten Europaverbandes mit einer eigenen Satzung, die heute in
Warendorf von den Gründungsmitgliedern unterzeichnet wurde. „Wir gehen
davon aus, dass sich andere europäische Pferdesportverbände und
Interessenvertretungen, die heute nicht dabei sein konnten, anschließen
werden“, sagte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach.

Die EEF soll die Interessen des europäischen Pferdesports bei der
Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) vertreten. Darüber hinaus
soll sie im ständigen Austausch mit der Europäischen Union und anderen
Institutionen stehen, die beim Thema Pferd von Bedeutung sind.

„Der Verband will einen Beitrag leisten, dass die Stimme Europas
innerhalb der FEI noch mehr Gehör findet. Dabei unterstützen wir die
Arbeit der FEI, indem die Kommunikation und Zusammenarbeit der
Mitgliedsländer untereinander und mit der FEI verbessert wird“, sagte
Dr. Hanfried Haring (Sassenberg), der in Warendorf von den europäischen
Mitgliedsverbänden zum neuen EEF-Präsidenten gewählt wurde. „Die EEF
versucht sicherzustellen, dass die Bedürfnisse aller europäischen
Pferdesportverbände und Interessensvertreter angemessen berücksichtigt
werden“, so Haring weiter. Auch FEI-Präsidentin Prinzessin Haya
äußerte sich positiv zum neuen Europaverband: „Die FEI begrüßt
diese Entwicklung. Bereits in Asien und Amerika haben sich regionale
Verbände etabliert. Dies spiegelt die Entwicklung der Vertretung
sportlicher Interessen auf regionaler Ebene wider. Wir erwarten, dass es
dazu beiträgt, die zahlreichen individuellen Bedürfnisse von
europäischen nationalen Föderationen anzusprechen.“

Bis zur nächsten EEF-Generalversammlung gehören dem
„Interims-Vorstand“ neben Dr. Hanfried Haring an: Christian
Paillot (Frankreich) und Ulf Helgstrand (Dänemark) als Vizepräsidenten
sowie Manuel Bandeira de Mello (Portugal), Andrew Finding
(Großbritannien), Michal Wroblewski (Polen) und Armagan Özgörkey
(Türkei) als Mitglieder.

 

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Redaktions- und Anzeigenschluss für Heft 10:
1. September 2010


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